Das Wichtigste in Kürze
- Der Rechner bietet eine erste Orientierung zu Alkohol am Steuer.
- Die Auswertung ersetzt keine Prüfung des Bescheids und keine Akteneinsicht.
- Bei laufenden Fristen, Punkten, Fahrverbot oder hohen Kosten sollte der Fall zeitnah geprüft werden.
Promillerechner direkt nutzen
Promillerechner (Verkehrsrecht)
Dieser Rechner schätzt Ihren ungefähren Blutalkoholwert (‰) anhand einfacher Angaben.
Er orientiert sich am Verkehrsrecht (0,5-Promille-Grenze, 1,1-Promille-Straftat, 1,6-Promille-MPU-Risiko).
Wichtig: Der Rechner liefert nur grobe Richtwerte – er ist kein Freifahrtschein für Alkohol am Steuer!
Getränkemenge (Schätzung)
Was berechnet der Promillerechner?
Der Promillerechner liefert nur eine Schätzung. Er ist kein Nachweis der Fahrtüchtigkeit und ersetzt keine Atem- oder Blutalkoholmessung.
Die Berechnung soll Betroffenen helfen, den nächsten Schritt einzuordnen. Für eine belastbare Bewertung sind Unterlagen wie Anhörungsbogen, Bußgeldbescheid, Messdaten, Fotos, Versicherungsunterlagen oder Unfallnachweise wichtig.
Wann ist eine Prüfung sinnvoll?
Eine Prüfung ist besonders sinnvoll, wenn die Berechnung auf Punkte, Fahrverbot, Probezeitfolgen, eine drohende MPU, hohe Schadenpositionen oder eine kurze Frist hinweist.
Bei einem Bußgeldbescheid läuft die Einspruchsfrist grundsätzlich zwei Wochen ab Zustellung, § 67 Abs. 1 OWiG.
| Prüfpunkt | Warum dieser Punkt wichtig ist |
|---|---|
| Frist | Versäumte Fristen können die Verteidigung stark erschweren. |
| Unterlagen | Bescheid, Fotos, Messdaten oder Rechnungen zeigen, worauf es wirklich ankommt. |
| Rechtsfolge | Punkte, Fahrverbot, Probezeitmaßnahmen oder Kosten hängen von der genauen Einordnung ab. |
| Beweise | Ohne Belege bleibt die Berechnung nur eine grobe Orientierung. |
Das sagt die anwaltliche Praxis
Viele Betroffene schauen zuerst auf den Betrag. In der Praxis sind aber häufig andere Fragen entscheidend: Wurde der richtige Fahrer ermittelt? Ist die Frist gewahrt? Gibt es Messunterlagen? Sind Schadenpositionen belegt? Erst diese Prüfung zeigt, ob ein Vorgehen realistisch sinnvoll ist.
Unterlagen prüfen lassen?
Wenn das Ergebnis auf Punkte, Fahrverbot, Probezeitfolgen, MPU-Risiko oder hohe Kosten hinweist, kann eine frühe Einschätzung helfen.
Kostenlose Erstberatung anfragenWelche Fragen sollten nach dem Rechnergebnis geprüft werden?
Das Ergebnis des Promillerechner ist nur der Startpunkt. Wichtig ist danach, ob Fristen laufen, welche Unterlagen vorliegen und ob Punkte, Fahrverbot, Probezeitfolgen oder Kosten realistisch drohen.
- Bei einem Bußgeldbescheid ist die Einspruchsfrist besonders wichtig.
- Bei drohenden Punkten hilft die Einordnung zu Punkten in Flensburg.
- Wenn ein Fahrverbot möglich ist, sollte zusätzlich der Bereich Fahrverbot geprüft werden.
- Fahranfänger sollten auch mögliche Probezeitfolgen beachten.
Welche Unterlagen machen die Einschätzung belastbarer?
Für eine genauere Prüfung reichen einzelne Angaben aus dem Rechner meist nicht. Entscheidend sind der Bußgeldbescheid, der Anhörungsbogen, Zustellnachweise, Messfoto, Messdaten und bei Unfällen Belege zu Schadenpositionen.
Fehlen Unterlagen, kann eine Akteneinsicht klären, ob Messung, Fahreridentifizierung oder Verjährung überhaupt zuverlässig bewertet werden können.
Passende Themen
FAQ zum Promillerechner
Wie genau ist der Promillerechner?
Der Rechner liefert eine erste Orientierung. Maßgeblich bleiben Bescheid, Akteninhalt, Beweise und die Bewertung des Einzelfalls.
Ersetzt der Rechner eine anwaltliche Prüfung?
Nein. Der Rechner ersetzt keine Akteneinsicht und keine individuelle Rechtsberatung.
Wann sollte ich den Bescheid prüfen lassen?
Eine Prüfung ist besonders wichtig, wenn Punkte, Fahrverbot, Probezeitfolgen, hohe Kosten oder laufende Fristen betroffen sind.
- § 24a StVG, abgerufen am 10.08.2026
- § 24c StVG, abgerufen am 10.08.2026
