Burcu Bostan
    Burcu Bostan 02.03.2026 5 Minuten

    Stand: 7. April 2026 – Der nächste Blitzermarathon rückt näher: Im April intensiviert die Polizei ihre Geschwindigkeitskontrollen im ganzen Land. Was zur „Speedweek“ bekannt ist und welche Sanktionen drohen.


    Das Wichtigste in Kürze:
    • Der Blitzermarathon 2026 erstreckt sich über die Woche vom 13. bis 19. April.
    • Mit einem bundesweiten Kontrollschwerpunkt am 15. April intensivieren die Behörden ihre Messungen deutlich.
    • Die Beteiligung der Länder fällt im Frühjahr traditionell umfangreicher aus als im Sommer.
    • Im Fokus stehen Bereiche mit erhöhter Gefährdungslage und bekannte Unfallstrecken.


    Blitzermarathon 2026: Wer macht mit?

    Die Umsetzung der Speedweek erfolgt nicht überall identisch. Während einige Länder die gesamte Woche über verstärkt kontrollieren, legen andere ihren Schwerpunkt gezielt auf den 15. April. In Einzelfällen wird auf eine Teilnahme verzichtet.


      Aktuell ist folgende Beteiligung vorgesehen:

    • Baden-Württemberg: Schwerpunkt am 15. April
    • Bayern: verstärkte Kontrollen am 15. April
    • Berlin: Kontrollen während der gesamten Aktionswoche
    • Brandenburg: Schwerpunktkontrollen am 15. April
    • Bremen: Maßnahmen vom 13. bis 19. April
    • Hamburg: Kontrollwoche mit zusätzlichem Aktionstag
    • Hessen: durchgehende Überwachung, Fokus am 15. April
    • Mecklenburg-Vorpommern: Speedweek mit ergänzenden April-Terminen
    • Niedersachsen: verteilte Kontrollen im Wochenverlauf
    • Nordrhein-Westfalen: verstärkte Messungen über mehrere Tage
    • Rheinland-Pfalz: komplette Woche mit Schwerpunkt am 15. April
    • Sachsen: Kontrollen vom 13. bis 19. April
    • Sachsen-Anhalt: Teilnahme an der gesamten Aktionswoche
    • Schleswig-Holstein: Kontrollwoche ohne separaten Haupttag
    • Thüringen: Messungen während der gesamten Woche

    Wichtig: Eine vorherige Bekanntgabe konkreter Messstellen erfolgt in der Regel nicht. Verkehrsteilnehmer müssen daher jederzeit mit Kontrollen rechnen.



    Speedweek 2026: Polizei intensiviert Kontrollen im April

    Mit einer länderübergreifenden Kontrollaktion startet die Polizei in die erste große Überwachungsphase des Jahres: Die Speedweek findet von Montag, 13. April, bis Sonntag, 19. April 2026 statt. In diesem Zeitraum werden deutlich mehr Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt – sowohl außerorts auf Autobahnen und Bundesstraßen als auch innerorts.

    Ein bundesweiter Schwerpunkttag ist Mittwoch, der 15. April. An diesem Datum setzen zahlreiche Bundesländer verstärkt auf stationäre Anlagen und mobile Messstellen, um Temposünder konsequent zu erfassen.



      Im Visier der Kontrollen stehen insbesondere:

    • bekannte Unfallhäufungsstellen,
    • Bereiche mit besonderem Schutzbedarf wie Schulen, Krankenhäuser, Baustellen und Tempo-30-Zonen,
    • vielbefahrene Hauptverkehrsachsen im Berufsverkehr.

    Hintergrund der Aktion ist die weiterhin hohe Zahl geschwindigkeitsbedingter Verkehrsunfälle. Nach Angaben der Behörden zählen Geschwindigkeitsüberschreitungen nach wie vor zu den häufigsten Unfallursachen.



    Koordinierte Maßnahmen in Europa

    Der Blitzermarathon ist Teil einer europaweiten Initiative. Parallel zur deutschen Speedweek finden auch in anderen Staaten verstärkte Geschwindigkeitskontrollen statt. Die Koordination übernimmt das europäische Verkehrspolizei-Netzwerk ROADPOL.

    Gerade bei Fahrten ins Ausland empfiehlt es sich daher, Tempolimits besonders aufmerksam zu beachten.



    Zweite Kontrollphase im August 2026

    Neben der April-Aktion ist eine weitere Speedweek geplant. Diese findet vom 3. bis 9. August 2026 statt. Ein gesonderter Schwerpunkttag ist im Sommer nicht vorgesehen; die Kontrollen verteilen sich gleichmäßig über die Woche.



    Welche Konsequenzen drohen?

    Wer während der Aktionszeiträume 2026 zu schnell gefahren ist, muss mit den gesetzlichen Sanktionen nach dem Bußgeldkatalog 2026 rechnen. Hierzu zählen insbesondere:




    Die Maßnahmen führen zu keiner Verschärfung der Strafen – maßgeblich bleibt der Bußgeldkatalog 2026. Allerdings erhöht die intensive Überwachung die Wahrscheinlichkeit, einen Verstoß nicht unentdeckt zu lassen.



    Einschätzung von Rechtsanwalt Kay Stolle

    Nach Auffassung von Rechtsanwalt Kay Stolle können derartige Aktionswochen einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung für die Risiken überhöhter Geschwindigkeit leisten.

    Zugleich zeigt die Praxis, dass nicht jeder Bußgeldbescheid rechtlich unangreifbar ist. Fehler bei Messverfahren, Eichnachweisen oder formellen Zustellungen kommen immer wieder vor.

    Wer einen Bescheid erhält, sollte diesen daher sorgfältig prüfen lassen. Besonders bei drohenden Punkten oder einem Fahrverbot kann die Beratung durch einen Anwalt für Verkehrsrecht sinnvoll sein, um die Erfolgschancen eines Einspruchs realistisch einschätzen zu lassen.



      „Verkehrssicherheit und rechtsstaatliche Verfahren gehören untrennbar zusammen. Jede Messung muss korrekt erfolgen und genau das sollte im Zweifel überprüft werden.“, erklärt Rechtsanwalt Kay Stolle.





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    Quellen & weiterführende Hinweise

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