Burcu Bostan
    Burcu Bostan 30.04.2026 5 Minuten

    Sicherheitsbedenken bei der Bremsanlage führen bei Audi zu einem Rückruf: Die Elektro-SUVs e-tron und Q8 e-tron könnten im Ernstfall nicht zuverlässig abbremsen.


    Das Wichtigste in Kürze:
    • Beim Elektro-SUV von Audi gibt es einen sicherheitsrelevanten Mangel an der Bremse.
    • Weltweit müssen mehr als 96.000 e-tron wegen eines Problems am Bremspedal überprüft werden.
    • In Deutschland betrifft das über 14.000 Autos.


    Sicherheitsmangel bei Audi: Rückruf wegen möglichem Bremsversagen

    Ein technischer Defekt zwingt Audi zu einer umfangreichen Rückrufmaßnahme: Rund 96.000 Fahrzeuge der Modelle e-tron und Q8 e-tron sind weltweit betroffen. In Deutschland müssen laut Kraftfahrt-Bundesamt 14.601 Fahrzeuge überprüft werden. Die Aktion wird dort unter der Referenznummer 16411R geführt.

    Die betroffenen Fahrzeuge stammen aus dem Bauzeitraum zwischen Februar 2018 und Juni 2024 und umfassen sowohl SUV- als auch Sportback-Varianten. Ursache ist eine fehleranfällige Verbindung im Bereich des Bremspedals. Wird die Verschraubung nicht korrekt fixiert, kann die Bremsleistung deutlich nachlassen – im Extremfall ist ein Ausfall der normalen Bremsfunktion nicht ausgeschlossen.



    Alternative Bremssysteme als Notlösung

    Versagt die Hauptbremsanlage, greifen laut der US-Behörde NHTSA nur noch unterstützende Systeme wie die elektromechanische Parkbremse oder Notbremsfunktionen. Diese können das Fahrzeug zwar verzögern, ersetzen aber keine vollwertige Bremsleistung – insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten kann das kritisch werden.

    Positiv: Bislang sind keine Unfälle bekannt, die eindeutig auf diesen Defekt zurückzuführen sind. Dennoch besteht Handlungsbedarf. In den Werkstätten wird die betroffene Verbindung überprüft und bei Bedarf nachjustiert. Für Halter ist der Werkstattbesuch kostenfrei, eine zeitnahe Terminvereinbarung wird empfohlen.


      Ist Ihr Fahrzeug vom Rückruf betroffen?
      Prüfen Sie hier, ob Ihr Modell in der Rückrufdatenbank aufgeführt ist.


    Werksschließung und Produktionsstopp beim Q8 e-tron

    Der Ursprung des Problems liegt in der Fertigung im Audi-Werk in Brüssel, wo die Modelle exklusiv produziert wurden. Bereits in der Vergangenheit hatte Audi vereinzelt nachgebessert, doch neue Erkenntnisse führten zu einer deutlichen Ausweitung des Rückrufs.

    Unabhängig davon hat der Hersteller die Produktion inzwischen eingestellt: Das Werk wurde Anfang 2025 geschlossen. Ein direkter Nachfolger für den Q8 e-tron ist aktuell nicht angekündigt, was das Ende dieser Modellreihe besiegelt.



    Ihnen drohen Bußgeld, Punkte oder sogar ein Fahrverbot?

    Wir prüfen Ihren individuellen Fall – schnell und unverbindlich.

    Quellen & weiterführende Hinweise

    Weitere News aus dem Verkehrsrecht

    Fahrschulreform 2027 Fahrschulreform 2027

    03.09.2026 - Mehr digitaler Unterricht, weniger Prüfungsstoff und neue Regeln für Sonderfahrten: Die Fahrschulreform 2027 ordnet die Ausbildung für den Pkw-Führerschein neu.

    Stellantis-Rückruf wegen Rückfahrkamera Großer Rückruf bei Stellantis

    28.08.2026 - Ein Softwareproblem kann bei zahlreichen Stellantis-Modellen zum Ausfall der Rückfahrkamera führen. Fast eine Million Fahrzeuge sind vom Rückruf betroffen.

    Bilanz des Sommer-Blitzermarathons 2026 Bilanz des Blitzermarathons 2026

    24.08.2026 - Trotz Vorwarnung fuhren zehntausende Autofahrer im August zu schnell. Was die Ergebnisse der Speedweek für Betroffene bedeuten.

Geschwindigkeitsverstoß

Angeblich zu schnell gefahren?

Wir prüfen Ihren Fall und beraten Sie zu Ihren Möglichkeiten, eine Strafe abzuwehren. Die Ersteinschätzung ist für Sie kostenlos und unverbindlich.

Zum Blitzer-Check

100% kostenlos | Dauer: ca. 2 Minuten

Person am Steuer auf der Autobahn KI generiert

Scroll