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Wegen Bremsrisiko
Rückruf: Audi Q8 e-tron
Wegen Bremsrisiko
Sicherheitsbedenken bei der Bremsanlage führen bei Audi zu einem Rückruf: Die Elektro-SUVs e-tron und Q8 e-tron könnten im Ernstfall nicht zuverlässig abbremsen.
Ein technischer Defekt zwingt Audi zu einer umfangreichen Rückrufmaßnahme: Rund 96.000 Fahrzeuge der Modelle e-tron und Q8 e-tron sind weltweit betroffen. In Deutschland müssen laut Kraftfahrt-Bundesamt 14.601 Fahrzeuge überprüft werden. Die Aktion wird dort unter der Referenznummer 16411R geführt.
Die betroffenen Fahrzeuge stammen aus dem Bauzeitraum zwischen Februar 2018 und Juni 2024 und umfassen sowohl SUV- als auch Sportback-Varianten. Ursache ist eine fehleranfällige Verbindung im Bereich des Bremspedals. Wird die Verschraubung nicht korrekt fixiert, kann die Bremsleistung deutlich nachlassen – im Extremfall ist ein Ausfall der normalen Bremsfunktion nicht ausgeschlossen.
Versagt die Hauptbremsanlage, greifen laut der US-Behörde NHTSA nur noch unterstützende Systeme wie die elektromechanische Parkbremse oder Notbremsfunktionen. Diese können das Fahrzeug zwar verzögern, ersetzen aber keine vollwertige Bremsleistung – insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten kann das kritisch werden.
Positiv: Bislang sind keine Unfälle bekannt, die eindeutig auf diesen Defekt zurückzuführen sind. Dennoch besteht Handlungsbedarf. In den Werkstätten wird die betroffene Verbindung überprüft und bei Bedarf nachjustiert. Für Halter ist der Werkstattbesuch kostenfrei, eine zeitnahe Terminvereinbarung wird empfohlen.
Der Ursprung des Problems liegt in der Fertigung im Audi-Werk in Brüssel, wo die Modelle exklusiv produziert wurden. Bereits in der Vergangenheit hatte Audi vereinzelt nachgebessert, doch neue Erkenntnisse führten zu einer deutlichen Ausweitung des Rückrufs.
Unabhängig davon hat der Hersteller die Produktion inzwischen eingestellt: Das Werk wurde Anfang 2025 geschlossen. Ein direkter Nachfolger für den Q8 e-tron ist aktuell nicht angekündigt, was das Ende dieser Modellreihe besiegelt.
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