Burcu Bostan
    Burcu Bostan 09.04.2026 5 Minuten

    Beim Ford Kuga Plug-in-Hybrid gibt es erneut Sicherheitsbedenken: Wegen eines möglichen Defekts an der Batterie droht unter Umständen ein Kurzschluss. Für Ford ist das besonders unangenehm, denn schon im vergangenen Jahr war das Modell wegen ähnlicher Probleme Teil eines großen Rückrufs.


    Das Wichtigste in Kürze:
    • Beim Ford Kuga Plug-in-Hybrid besteht nach Angaben des Herstellers unter bestimmten Umständen das Risiko eines Kurzschlusses an der Hochvoltbatterie.
    • In Deutschland betrifft der Rückruf mehr als 74.000 Fahrzeuge aus den Baujahren 2019 bis 2025.
    • Neben einer möglichen Brandgefahr kann auch ein Ausfall der Antriebsleistung nicht ausgeschlossen werden.
    • Ford rät deshalb dazu, die Batterie nur bis maximal 80 Prozent zu laden und Warnhinweise im Fahrzeug ernst zu nehmen.
    • Die Reparatur soll bis Mitte 2026 umgesetzt werden.


    Rückruf beim Ford Kuga: Batterieproblem sorgt für Risiko

    Beim Ford Kuga Plug-in-Hybrid zeichnet sich ein sicherheitsrelevantes Problem ab. Der Hersteller hat einen Rückruf gestartet, der mehr als 242.000 Fahrzeuge weltweit betrifft. In Deutschland sind rund 74.150 Modelle eingeschlossen, die zwischen 2019 und 2025 produziert wurden.

    Im Mittelpunkt steht ein möglicher Defekt an der Hochvoltbatterie. Dieser kann im Fahrbetrieb zu einem Kurzschluss führen und damit sowohl eine Überhitzung als auch Einschränkungen der Fahrzeugleistung verursachen. Besonders kritisch: Ein plötzlicher Leistungsverlust kann die Kontrolle über das Fahrzeug beeinträchtigen.

    Details und Hinweise zum Sicherheitsrückruf stellt Ford online bereit.



    Einschränkungen für Fahrer bis zur Lösung

    Bis die Ursache in der Werkstatt behoben werden kann, gelten für betroffene Fahrzeuge konkrete Nutzungshinweise. So empfiehlt Ford, die Batterie nur noch bis 80 Prozent zu laden. Auch die Nutzung ist eingeschränkt: Der Fokus soll auf dem Fahrmodus „Auto EV“ liegen, während spezielle Programme für schwierige Untergründe vorerst gemieden werden sollten.

    Erscheint im Fahrzeug die Warnmeldung „Sicher anhalten“ oder „Stop Safely Now“, ist schnelles Handeln gefragt. Das Fahrzeug sollte in diesem Fall sicher gestoppt und anschließend verlassen werden.

    Ford kündigt an, Halter direkt zu informieren und die Reparatur kostenfrei durchzuführen. Die technische Lösung wird derzeit entwickelt und soll nach aktuellem Stand bis Mitte 2026 verfügbar sein.

    Die Rückrufaktion ist beim Kraftfahrt-Bundesamt unter der Nummer 15919R registriert und trägt bei Ford den Code 25SC4.


      Fahrzeug vom Rückruf betroffen?
      Prüfen Sie hier, ob Ihr Modell in der Rückrufdatenbank aufgeführt ist.


    Rückruf beim Kuga setzt sich fort

    Der aktuelle Fall reiht sich in eine ganze Serie von Rückrufen beim Ford Kuga ein. Das Modell war bereits in den vergangenen Jahren mehrfach betroffen. Beim Kraftfahrt-Bundesamt sind zahlreiche Maßnahmen dokumentiert, die unterschiedliche technische Probleme betreffen.

    Erst Anfang 2025 wurden in Deutschland erneut zehntausende Fahrzeuge überprüft. Laut Behörde gab es im Zusammenhang mit dem aktuellen Rückruf bislang sieben gemeldete Vorfälle – Personenschäden sind bisher nicht bekannt. Dennoch zeigt sich erneut, dass insbesondere bei Plug-in-Hybriden technische Komponenten wie die Batterie besondere Aufmerksamkeit erfordern.



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