Wer in der Stadt lebt, hat es mit dem E-Auto oft schwerer: Kein eigener Stellplatz, keine Wallbox, keine einfache Ladelösung. Jetzt kommt Bewegung in das Thema. Das Bundesministerium für Verkehr hat ein 500-Millionen-Euro-Programm für Ladeinfrastruktur in Mehrparteienhäusern gestartet. Förderanträge sind seit dem 15. April möglich.
Mehr Ladeplätze für Wohnanlagen geplant
Der Ausbau von Ladepunkten an Mehrparteienhäusern soll deutlich schneller vorankommen. Mit dem neuen Förderprogramm unterstützt der Bund Investitionen rund um private Stellplätze. Bezuschusst werden Ladepunkte, technische Ausstattung, Umbauten und der Anschluss ans Stromnetz.
Förderhöhe richtet sich nach dem Ausbau
Wie viel Geld fließt, hängt davon ab, welche Lösung am Stellplatz umgesetzt wird.
- 1.300 Euro für vorbereitende Maßnahmen ohne Wallbox
- 1.500 Euro für Ladepunkte mit klassischer Wallbox
- 2.000 Euro für Systeme mit bidirektionaler Ladefunktion
- Gefördert werden Anlagen mit einer Leistung von bis zu 22 kW
Diese Regeln müssen erfüllt sein
Voraussetzung ist ein größeres Gesamtprojekt: Mindestens sechs Stellplätze müssen elektrifiziert werden. Zusätzlich verlangt das Programm eine Vorverkabelung von mindestens 20 Prozent aller vorhandenen Plätze. Berechtigt sind unter anderem Eigentümergemeinschaften, Vermieter und Unternehmen.
Keine KfW-Anträge mehr
Wer frühere Förderprogramme kennt, muss sich umstellen. Die neue Förderung wird nicht über die KfW abgewickelt. Zuständig ist PwC, wo Antragstellung, Kommunikation und Prüfung digital gebündelt werden.